YOGA

Der Begriff Yoga ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet „vereinigen“.

Yoga kann somit als die Selbsterkenntnis - die Vereinigung des Selbst (Körper, Geist) mit dem kosmischen Selbst (Seele) - verstanden werden.
Die Yogawissenschaft lehrt mit bestimmten Methoden und Techniken (geistige und körperliche Übungen), den Menschen vom Gebundensein an die Last des Körperlichen zu befreien.
Es gibt viele verschiedene Formen des Yoga, jede mit ihrer eigenen Philosophie und Praxis. Dennoch haben alle ein gemeinsames Ziel: die Befreiung des Menschen vom Leiden.
In Westeuropa hat sich besonders das körperorientierte Hatha-Yoga verbreitet, wodurch viele fälschlicherweise bei dem Begriff Yoga oft nur an körperliche Fitness denken.
Man sollte seine ganze Energie nicht nur in eine Yogarichtung investieren, denn nur durch eine Synthese der Yogaarten wird Ausgewogenheit erreicht.

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DIE WEGE DES YOGA

Die 5 Wege des Yoga sind:
  • Jnana Yoga
  • - Yoga des Wissens
  • Bhakti Yoga
  • - Yoga der Hingabe
  • Kriya Yoga
  • - Yoga der Technik
      (Mantra, Tantra, Hatha Yoga)
  • Karma Yoga
  • - Yoga des Dienens
  • Raja Yoga
  • - integraler Yoga, der alle vier vereinigt
 

Raja-Yoga („Königliches Yoga“) wird als die Essenz des klassischen Yoga angesehen.
Er umfasst die gesamte Yogapraxis und beschreibt einen achtfachen Yogapfad, der alle Aspekte des Lebens umfasst. (Ashtangayoga)
Diese 8 Glieder des Übungsweges sind:

  • YAMA
  • - die 5 Prinzipien des sozialen und
      persönlichen Verhaltens
  •  
  • - nicht verletzen
  •  
  • - wahrhaftig sein, nicht lügen
  •  
  • - nicht stehlen
  •  
  • - Kontrolle der sexuellen Energie
  •  
  • - Verhaftungslosigkeit
 

  • NIYAMA
  • - die 5 Prinzipien der
      Persönlichkeitsentwicklung
  •  
  • - Reinheit von Körper und Geist
  •  
  • - wahrhaftig sein, nicht lügen
  •  
  • - Zufriedenheit
  •  
  • - Selbstdisziplin
  •  
  • - Selbsterforschung
  •  
  • - Hingabe an das höhere Sein
 


  • ASANA
  • - Körperhaltung/-übung
  • PRANAYAMA
  • - Beherrschung der Sinne
  • PRATYAHARA
  • - wahrhaftig sein, nicht lügen
  • DHARANA
  • - Konzentration
  • DHYANA
  • - Meditation
  • SAMADHI
  • - Eins-Sein
 


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YOGA und AYURVEDA

Yoga und Ayurveda haben die gleichen Wurzeln — die Veden, die ältesten indischen Schriften. Beide sind vedische Wissenschaften und eng miteinander verwandt.

Yoga benutzt die Terminologie des Ayurveda, vor allem um die körperliche Wirkung und den gesundheitlichen Wert der Asanas zu beschreiben.
Ayurveda verwendet die Sprache des Yoga, um die psychischen und spirituellen Aspekte seiner Heilverfahren in Worte zu fassen.

Wie schon erwähnt, ist das Hauptziel des Yoga die Selbsterkenntnis, die Vereinigung mit dem höheren Selbst — dem reinen Bewusstsein.
Das wichtigste Ziel des Ayurveda ist die optimale Lebensweise, damit wir auf allen Ebenen unser gesamtes Potential an Gesundheit und Energie nutzen können.
Beides gehört zusammen. Ohne das Aufblühen unserer Lebenskraft können wir kein höheres Bewusstsein erlangen, und ohne Selbsterkenntnis können wir unsere Lebenskraft nicht angemessen und vollständig nutzen. Beide spiegeln die vedischen Gedanken wider.

Nach Ayurveda ist jeder Mensch ein einzigartiger Körper-Seele-Typ und hat daher seine eigenen Bedürfnisse, was Nahrung, Bewegung und Lebensweise anbelangt. Verständlicherweise ist es unerlässlich, auch Yoga in Harmonie mit unserer Konstitution zu üben, um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen.